Versuch einer Analyse des globalen Geschehens im Jahr 2020 aus spiritueller Sicht

Dass wir in einer Zeit der Transformation leben, ist unübersehbar:  Noch nie zuvor hat sich die Technologie besonders im Bereich der Information, der Kommunikation und der Unterhaltung so schnell entwickelt, tradierte Denkmodelle, ideologischer, religiöser und humanwissenschaftlicher Art verlieren immer mehr an Unterbau, nationale und internationale Dynamiken stoßen unmittelbar gesellschaftliche Umbrüche an, Klima und Natur scheinen die in der Menschheit brodelnde Unruhe ebenfalls zu spiegeln. Als Beispiel für ein historisches Zeugnis, das den Höhepunkt der Übergangsphase auf das Jahr 2012 terminiert, wäre der Maya-Kalender zu nennen. Wir befinden uns gerade mittendrin, wahrscheinlich sogar am Höhepunkt eines Transformationsprozesses, der eine Schwingungserhöhung unseres Planeten von der 3. (Raum) und 4. (Zeit) in die 5. Dimension vorsieht.

Diese globale Schwingungserhöhung wirkt aktuell noch wie ein Kontrastmittel, wie ein Geschmacksverstärker, der die gegebenen Energien verstärkt und ans Licht bringt, damit sie vom Menschen erkannt und sie sich ihrer bewusst werden können, auf dass sich die Menschen mit diesen Kräften auseinandersetzen und nicht mehr dienliche auflösen. Doch bevor sich die alten Kräfte verabschieden können, treten sie nochmal mit aller Macht in Erscheinung, nutzen die Gunst der Stunde, um sich nochmal zügellos zu entfalten oder, anders gesagt, sich ein letztes Mal aufzubäumen – wie die kurzzeitige Zustandsverbesserung eines Sterbenden kurz vor dem Tod. Diese niederen Energien, die es nicht in die 5. Dimension schaffen werden, sind letztendlich immer auf die Grundangst der Menschen zurückzuführen, die wiederum auf überkommenen Glaubensinhalten fußt – vor allem dem Glauben an die Endgültigkeit des Todes sowie der Diesseitsorientiertheit, die sich auf irdisch-materielle Interessen beschränkt. Diese weltweit genährte Angstwolke wird gezielt auf ein Virus kanalisiert, wobei sie in dieser Konzentration kulminierend bereits einen derartigen Machtzuwachs erfahren hat, dass sie in den meisten Staaten die psychosoziale Norm bestimmt. Weitere unbewusste Kräfte, die auf die vermeintliche Virusbedrohung projiziert werden und die Angstwolke verstärkend aufblasen, sind von der Aussicht auf Profitmaximierung, Reichtumsmehrung und  auf Machtzuwachs und –erhalt geleitet. Beide Energierichtungen – die einengende wie die nach Expansion strebende - greifen ineinander und be- und verstärken sich gegenseitig: Der Angstzustand reduziert das menschliche Individuum auf seine körperlichen wie psychischen Grundfunktionen, lässt ihn im Extremfall wie ein hilfloses, schutzbe- dürftiges Kind nach einer mächtigen Autorität verlangen. Der Mächtige wiederum muss, will er seine Machtposition aufrechterhalten oder ausbauen, die vermeintliche Bedrohungslage möglichst lange mit Energie versorgen, denn sie liefert ihm die Legitimation für seine Macht. Würde der Angstpegel jedoch sinken, so würde sich auch das Spielfeld verkleinern, auf welchem der Mächtige seinen Geltungsbereich anwenden kann. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit, die sich im Fall der Angstpolitik bis ins Extrem ausdehnen kann, hat etwas Bestechliches. Diese Bestrebungen sind in erster Linie für jüngere Seelen (damit ist nicht das körperliche Alter gemeint) typisch, die die Lebensthemen Macht, Geld, Einfluss und Geltung erkunden. Natürlich ist das legitim. Wenn dieses Treiben jedoch massiv in die Lebenswirklichkeit der reiferen Seelen, die sich mit den Themen freiheitsliebende Selbstbestimmung und überpersönliche Verantwortlichkeit auseinandersetzen, eingreift, wird es aufgrund der vorangetriebenen Entmündigung problematisch, da es hier um deren unmittelbares Selbstverständnis geht. Eine ältere Seele geht dank ihrer differenzierten Lebenserfahrung mit den Themen Krankheit und Tod gelassener um, sie reagiert nicht mit Angst weder auf alarmistische Nachrichten noch auf beschränkende Verordnungen, weil sie ihre Identität hauptsächlich von den oben genannten Werten bezieht. In der Menschheitsgeschichte gibt es zahlreiche Persönlichkeiten, die sich unter Berufung auf dieses Selbstverständnis den Obrigkeiten Widerstand geleistet haben.

Beim Gedanken an die Evolution der Seele sind wir bei einem weiteren Faktor, der die gegenwärtige Hysterie befeuert und auch erklärt, nämlich die in der Seele schlummernden, unbewussten Erinnerungen an Seuchen vergangener Zeiten, die auf Erfahrungen der eigenen Hilflosigkeit und Übermacht der Gefahr angesichts vieler Siechender und Toten zu bestimmten Zeiten der Antike und des Mittelalters sowie der frühen Neuzeit zurückzuführen sind und nun ebenfalls kulminieren. Diese Sichtweise ist für Menschen, die nicht spirituell orientiert sind, schwer nachvollzieh- bar. Umgekehrt ist es für fortgeschrittene Seelen schwierig, gemäß ihrer Reflexions- ebene zu argumentieren, da sich die letzten Gründe jeder Argumentation entziehen, die immer der Steuerung durch den Kopf unterliegt. Ein konkretes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Maskenpflicht, die allerorts aufzeigt, wohin kalte, entseelte Vernunft führt. Wenn man rein materialistisch denkt und von der Effektivität eines Mund-Nasen-Schutzes überzeugt ist, dann erscheint es auch vertretbar, den persönlichsten und individuellsten Teil des menschlichen Körpers zu verstecken: das Gesicht. Mit der sich dadurch ergebenden Gleichschaltung geht im wörtlichen Sinne eine Gesichtslosigkeit einher, die Individualität und eigenständiges Denken zu unterbinden versucht. Die Wirkung dieser Maßnahme ist neben der Aufrechterhaltung einer allgegenwärtigen Alarmbereitschaft offensichtlich: Der Einzelne ist entmündigt, nur in der vereinheitlichten Masse ist er noch geduldet, ihm soll seine Eigenart und Eigenmacht genommen werden. Lichtvolle Kräfte achten immer das höchste Geschenk an den Menschen: den freien Willen. Sie würden niemals das Geburtsrecht der Freiheit zur Sicherung eines anderen Gutes einschränken. Anhand der Tatsache, dass aber genau das gerade geschieht, lässt sich die Art der Triebkräfte identifizieren. Außerdem erkennt man niedere Mächte immer daran, dass sie Angst und Schrecken verbreiten, dass sie ein Gefühl der Enge und Bedrohung hervorrufen und, dass sie die Menschen spalten und voneinander isolieren. Nichts ist schlimmeres Gift für einen Autokraten als ein mündiges, selbstverantwortliches, vereintes Volk. Auch wenn man manchen Politikern in unserem Land keine reinen Machtinteressen unterstellen kann, so lassen sich doch die meisten von dieser Energiewelle leiten. Aus Opportunismus, Angst vor einer vermeintlichen Bedrohung oder vor Alleingang und Ausgrenzung, aus Bequemlichkeit, Unwissenheit oder Bösartigkeit? In jedem Fall scheinen sie den Kontakt zu ihrer eigenen göttlichen Natur, die immer ein Gefühl der inneren Freiheit und Weite, ein Bewusstsein der eigenen Schöpferkraft und der allseitigen Verbundenheit bedeutet, verloren zu haben. Die Unterbindung sozialer Kontakte, die unabdingbar sind für die dialektische Persönlichkeitsentwicklung, besonders der jungen Menschen, die Unterbindung der befreienden und Lebensfreude spendenden Kultur und die Tragepflicht einer den göttlichen Lebensatem einschränkenden Gesichtsmaske, die mangels evidenzbasiertem Nachweis ihrer Effektivität von Anfang an ausschließlich ein politisches Symbol war, sowie die damit einhergehende Propaganda, dass man selbst für andere und umgekehrt eine potentielle Gefahr darstellt, machen deutlich, dass hier niedere, gegen das Leben (= das Göttliche) gerichtete Kräfte am Werk sind. Schließlich gilt ein Neugeborenes erst ab dem Zeitpunkt seines ersten Atemzuges als eigenständiges Wesen. Die Seele verbindet sich über den Atem mit dem Körper und hält ihn. Ebenso wird der Todeszeitpunkt eines Menschen dann festgelegt, wenn seine Atmung dauerhaft aussetzt und nicht, wenn keine Gehirnströme mehr messbar sind. Der Atem ist beim Menschen – wie auch bei jedem Lebewesen - also essentiell für die Zustandsbestimmung „Am-Leben-Sein“ bzw. „Lebendigsein“.

Wenn wir uns dem Coronavirus phänomenologisch – in unserem ganzheitlichen Sinne – nähern, so stellen wir fest, dass mit den AHA-Regeln versucht wird, in der raum-zeitlichen Dimension einzuwirken. Wie man sieht mit mäßigem Erfolg. Im Übrigen sind die vorherrschenden Reaktionen ebenfalls in der 3-D-Wirklichkeit angesiedelt, wie Angst, Ausgrenzung, Beschuldigung, Diffamierung, Spaltung. Über die horizontale Wirklichkeit hinausgehend könnte das Virus in weiteren, noch unerkannten Dimensionen unterwegs sein. Die Flatland-Analogie führt vor Augen, wie Strichmännchen auf einem Blatt Papier, durch das sich ein Bleistift bohrt, gegen einen als bedrohlich wahrgenommenen Kreis kämpfen. Dem entsprechend wäre es wenig effektiv, dem Virus nur innerhalb der horizontalen 3-D-Realität zu begegnen. Es besteht die Möglichkeit, dass das Phänomen auch über eine – ich nenne es mal – vertikale Existenzebene verfügt. Welche Zustände herrschen in diesen höheren, vertikal gedachten Dimensionen? Mit welchen Prinzipien und Gesetzen hat man es dort zu tun, die man dann auch als Mittel anwenden könnte, um mit dem Phänomen sinnvoll umzugehen? Meiner Meinung nach sind das höhere geistige Zustände wie Vertrauen, Akzeptanz, Respekt, Friedlichkeit, Freiheitsstreben, Selbstermächtigungsfähigkeit, Selbstbeherrschung, Besonnenheit und Liebe. Hier scheint ein Weg auf, der begangen werden könnte, um des Geschehens Herr zu werden. Die genannten Mächte stehen im Widerspruch zur emotionalen und mentalen Wirkung der vom Staat verhängten Restriktionen, die genau das verhindern wollen. Hier treffen verschiedene Dimensionen, Welten, Reflexionsebenen aufeinander. Die Menschheitsevolution hat immer wieder gezeigt, dass sich die Probleme nicht auf der Ebene lösen lassen, auf der sie entstanden sind, sondern nur auf einer höheren. In diesem Sinne haben sich nur solche Maßnahmen als umfassend und nachhaltig erwiesen, die ihre Legitimation und ihr Kraftfeld von den oben genannten Kräften bezogen haben. Die Lösung kann also nicht von der aktuellen Corona-Politik ausgehen, sondern muss jenseits von ihr gesucht werden.

Dehnt man den Erkenntnishorizont bis zum Anschlag aus, dann versteht man, dass manche Seelen den Bewusstseinssprung der aktuellen Transformation nicht mit vollziehen wollen, weil sie für eine höhere Dimension noch nicht bereit sind, oder weil sie die Geschicke des Planeten von der geistigen Sphäre aus unterstützen wollen. Den Lebenden mögen erhöhte Sterberaten wie ein Exodus erscheinen, weil sie diesen Zusammenhang nicht verstehen und den Tod als schlimmes Übel sehen. Würde man die Angst vor dem Tod überwinden, also auf eine höhere Wahrnehmungsebene wechseln, die Unsterblichkeit der Seele und die ihr innewohnende Dynamik und Weisheit achten, dann würde sich das angstgetriebene Weltendrama auflösen, die Menschen würden voller Vorfreude in die Zukunft blicken und ausgediente Instanzen und Strukturen müssten sich verabschieden. Dies würde bedeuten, dass fundamentalistische Religionen, Raubtierkapitalismus, autokratische, diktatorische und oligarchische Staatsgebilde sowie Leistungsdenken und Konsumhaltung untergehen würden, da ihnen die Menschen die energetische Versorgung entziehen.

Die sich nun bietende Chance besteht darin, den eigenen Lebensentwurf unter der Anerkennung der eigenen sozialen Bedingtheit und das eigene Selbstverständnis zu überdenken und in Verantwortlichkeit und in Übereinstimmung mit den höheren Werten neue Wege des (Zusammen-)Lebens zu beschreiten. Ein neues Zeitalter könnte anbrechen, in dem man weder vor seinen Mitmenschen noch vor anderen Nationen Angst zu haben braucht, sondern, in dem man sich gegenseitig als Weggefährten der eigenen Seelenentwicklung akzeptiert und wertschätzt.


Wie könnte sich die Verständnislosigkeit aus reinkarnationstheoretischer Sicht (basierend auf den Ausführungen der Autoren Hasselmann und Schmolke, Buch: „Junge Seelen, Alte Seelen“) erklären, mit der sich die beiden Positionen (Sicherheit versus Freiheit) bezüglich der aktuellen nationalen und globalen Corona-Politik gegenüberstehen?

Welche Rolle spielt der Entwicklungsstand des menschlichen Bewusstseins dabei?

Und wie können fortgeschrittenere Seelen konstruktiv mit der Angst der (tonangebenden) jüngeren Seelen umgehen?

Vorbemerkung: Die Lehre, auf die ich mich hier beziehe, geht von einem Reifungsprozess der menschlichen Seele aus, den sie in aufeinanderfolgenden Inkarnationen im Laufe der Menschheitsgeschichte durchläuft, mit dem Ziel der fortschreitenden Selbsterkenntnis und Liebesfähigkeit. Analog zu den fünf biologischen Altersstufen des Menschen (Säugling, Kind, Jugendlicher / junger Erwachsener, reifer Erwachsener, alter Mensch) wird der Entwicklungsstand der Seele dem entsprechenden Alter zugeordnet. Eine Kindseele hat also deutlich weniger Inkarnationen hinter sich gebracht und weniger Erfahrungen mit der Problematik der menschlichen Existenz gesammelt, als bspw. eine Reife Seele. Dadurch wird eine ältere Seele nicht zu einem besseren oder klügeren Menschen. Ihre Erfahrungsreise weist lediglich einen größeren Umfang auf, aus dem sie eine ihrem Seelenalter entsprechende Verhaltensableitung vornehmen kann. Genauso wenig kann ein Abiturient einem Grundschüler vorwerfen, dass dieser sich noch nicht mit Logarithmen auskennt.

Folgende Themen sind grundlegend für die fünf Entwicklungsstufen (Die jeweils nachfolgende Stufe beinhaltet den Erfahrungsschatz der vorausgehenden Stufen – wie eine Matrjoschka-Puppe. Auf jeder Stufe erfolgen etwa 20 Inkarnationen.):

Stufe 1: Säuglingsseele (Entdeckung des Körpers, Selbst- und Fremddefinition durch Körperlichkeit)

Stufe 2: Kindseele (Lebensfreude und Welterkundung)

Stufe 3: Junge Seele (Kraft, Macht, Eroberung)

Stufe 4: Reife Seele (Verantwortlichkeit, Problembewusstsein, Introspektion)

Stufe 5: Alte Seele (Echtheit, Einsamkeit, Abschied)

Folgende Stichpunkte umreißen die innere Verfasstheit des jeweiligen Seelenalters in Bezug auf die in der aktuellen C-Krise geforderten Qualitäten Empathie / Verständnis / Mitgefühl / Selbstreflexionsfähigkeit / Verantwortlichkeit:

Stufe 1, Säuglingsseele: Selbstwahrnehmung in Unschuld; Verantwortung für eigene oder fremde Belange kann nicht übernommen werden; es wird erwartet, dass das Außen die eigenen Bedürfnisse befriedigt; Unfähigkeit, sich selbst und die Mitmenschen von außen zu betrachten; Erkennen, dass andere anders sind und anderes wollen, jedoch keine Verständnismöglichkeit, warum das so ist

Stufe 2, Kindseele: keine Neigung, Verantwortung zu übernehmen; kurze Sicht; kann / will nicht in die Zukunft investieren; unmittelbare Bedürfnisbefriedigung; Freude an nicht anspruchsvoller Volksmusik, Freizeitspaß, Kultur, die Heiterkeit hervorruft; Geborgenheits- und Eingebundenheitswünsche sollen befriedigt werden; Angepasstsein an vorherrschende Zustände, um Geborgenheitsbedürfnis zu stillen; im Job Suche nach gütiger Elternfigur; befolgt gerne Anweisungen; grundlose Fröhlichkeit und Sorglosigkeit; Abgabe der Verantwortung an Elternfigur (die dann auch „schuld“ ist); Ansätze zur Selbstreflexion reichen nicht aus, um empathisches Verständnis für andere zu entwickeln

Stufe 3, Junge Seele: junge Seelen beherrschen zahlenmäßig den Planeten; aufgrund ihrer quantitativen Übermacht und ihres Expansionsstrebens bestimmen sie die psychosoziale und gesellschaftliche Norm auch der europäischen Länder; Streben nach äußerem Erfolg; Berauschung an Möglichkeiten der Einflussnahme und Lenkung, Macht und Machbarkeit; mutiger Drachentöter; Handlungsbetonung; Berührung mit Themen Unrecht / Macht- und Rechtsmissbrauch / Opfer-Täter-Beziehung / Egoismus / Fanatismus; Knüpfung karmischer Bande wegen Schuldigwerdens als Vorbedingung für die spätere Einsicht und das Wachsen der Liebesfähigkeit; Möglichkeit, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu erkennen (was Stufe 1 und 2 noch nicht möglich war); kommt sich allmächtig vor und erreicht auch tatsächlich Großes; Allmachtsfantasien; volles Ausschöpfen des Machbaren, um Grenzen des eigenen Willens zu erproben; Gedankenwelt wird beherrscht von Gut und Böse; Strafe muss im Diesseits erfolgen, um greifbar zu bleiben; strengste Gesetze werden erlassen, religiösen Prinzipien gehuldigt; Buße soll körperlich – da naheliegend – erfahren werden; kann sich selbst die eigene Unvollkommenheit nicht verzeihen, will sie daher andere lehren und sie bei Fehltritten hart bestrafen; setzt sich tatkräftig für das eigene Volk / Gruppe in Verteidigung und Angriff ein; Skrupellosigkeit im Verfolgen der Ziele; Wunsch zum Wohle des Ganzen zu handeln, jedoch getrieben vom Wunsch nach Machtzuwachs und Reichtum; ausgesprochene Vitalität und Unverdrossenheit; erwachte Fähigkeit zur Selbstreflexion bedarf der Spiegelung und Bestätigung von außen als Beweis der eigenen Existenz; Fortschrittsgläubigkeit bedeutet immer ein Mehr an Ruhm, Reichtum, Macht, Schönheit, Anerkennung; ständiges Vergleichen mit anderen zur Abgrenzung und Ich-Stärkung; Haltung: wer nicht für mich ist, ist gegen mich; Definition der eigenen Identität ist gebunden an die Normen der Gemeinschaft; Halt von Außen, im Inneren kann er noch nicht gefunden werden; Spannungsfeld zwischen erstarkendem Ich und Einbettung in eine Gruppe, die die gleichen Werte und Meinungen teilt; abweichende Einstellungen werden als feindlich, als Angriff wahrgenommen; macht sich selbst zum Maßstab aller Dinge; Einfühlungsvermögen rudimentär entwickelt, doch gesellschaftliche Regeln sollen so beschaffen sein, dass eigene Bedürfnisse nach Ordnung und Sicherheit abgedeckt sind

Stufe 4, Reife Seele: Unlust, sich mit Themen Macht und Reichtum zu befassen; Früchte des langen Inkarnationszyklus‘ können geerntet werden; Erkennen und Akzeptanz eigener und fremder Bedürfnisse / Schwächen / Illusionen; alle Möglichkeiten, mit den Gegebenheiten des Daseins umzugehen; statt selbstherrlichem Autonomiestreben (Junge Seele) kann man nun um Hilfe bitten und annehmen und sie aus Liebe selbst gewähren; aus dem Anerkennen der Vielschichtigkeit und Schwierigkeit menschlichen Daseins ist differenzierte Fähigkeit zur Empathie erwachsen; Prozess der Reifung auf allen vier Ebenen der Lebendigkeit (Expression, Intuition, Aktion, Assimilation); Kalibrierungsfähigkeit der eigenen Kräfte; fundiertes Problembewusstsein aufgrund zahlreicher in der Seele gespeicherter Lebenserfahrungen; gesteigertes Verständnis der Gesetzmäßigkeiten, Bedingungen und Mechanismen menschlichen Zusammenlebens; Wunsch nach tiefgründiger Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Leid, Tod und Abschied

Stufe 5, Alte Seele: gewisse Müdigkeit, weitere Erfahrungen zu machen; gesteigerte Durchlässigkeit, Verständnis, Liebesfähigkeit, Einfühlungsvermögen; die Welt wird mit den Augen des inneren Wissens und der Erfahrung betrachtet; depressive Phasen wegen unbewusster Erinnerung an in früheren Leben erfahrenes Leid; Wunsch nach Ruhe, Erholung und Beschaulichkeit; Halt und Orientierung wird vornehmlich im Inneren gefunden; Vereinzelung wird als Entlastung, als Gewinn erlebt; Rührung durch energetische Erfahrung des Göttlichen; Jenseitsaffinität

=> Auf den ersten drei Entwicklungsstufen identifiziert sich der Mensch in erster Linie mit dem Außen, er ist external attribuiert, er findet seine Orientierung, seinen Anker, seinen Halt vornehmlich in anderen Menschen, in äußerlichen Dingen und Geschehen. Fortgeschrittenere Seelen (ca. ab späteren Jungen Seelen) finden ihren Anker, ihre Identifikation in ihrer Innerlichkeit, (wert-)schöpfen aus sich selbst heraus.

 

These: Die C-Krise wird von den Themen Macht, Erprobung der Selbstwirksamkeit, Ich-Expansion und der damit einhergehenden Verdrängung der eigenen Verletzlichkeit und Sterblichkeit bestimmt, wie sie typisch für Junge Seelen sind, die zahlenmäßig den größten Teil der gegenwärtigen Weltbevölkerung stellen. (In Deutschland sind die Reifen Seelen mit etwa 25% vertreten, was global gedacht einer überdurchschnittlichen Prävalenz entspricht.)

Beantwortung der Ausgangsfragen:

Seelen der ersten drei Stufen benötigen (wenn auch aus unterschiedlichen Gründen) das Gefühl der Einbindung in die Gemeinschaft. Daher ist von diesen Seelenaltern nur insofern Widerstand den Corona-Maßnahmen gegenüber zu erwarten, als dass man sein Bedürfnis nach körperlicher Nähe nicht befriedigt sieht (Säuglingsseele), dass einem der Spaß und das Vergnügen verdorben wird (Kindseele) oder dass man in seinem Expansions- streben erheblich eingeschränkt wird (Junge Seele). Doch grundsätzlich bleiben solch rebellische Bestrebungen egoistisch und unbewusst und somit oberflächlich und kraftlos. Die Fähigkeit zur Innenschau und zur verantwortungsbewussten Selbstbestimmtheit ist noch nicht ausgeprägt. Und da zum einen das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit noch übermächtig ist und da man zum anderen nicht in der Lage ist, das Streben aus der inneren Notwendigkeit heraus nach selbst- und fremdverantwortlicher Freiheit, Unabhängigkeit und Autonomie der älteren Seelen zu begreifen, wird die radikale Abgrenzung und Ablehnung von als Gefährdung des Selbstkonzeptes erfahrenen Haltungen verständlich sowie die Unzugänglichkeit für Argumentationen. Reife und Alte Seelen sind aufgrund ihres fundierten Erfahrungsschatzes (im Unbewussten) und ihrer Verständnisfähigkeit in der Lage, andere Haltungen zu verstehen oder zumindest zu akzeptieren. Eine von Verständnis geleitete Hinwendung von Alt zu Jung ist möglich, umgekehrt nicht. Da es wesentlich mehr Menschen gibt, die den ersten drei Seelenaltersstufen angehören, werden die älteren Seelen immer mit Unverständnis für ihre Belange rechnen müssen sowie mit der Erfahrung, dass sie in der Unterzahl sind sowie dass sie ihre moralische Überlegenheit, derer sie sich aufgrund ihres seelischen Entwicklungsstandes bewusst sind, nicht dazu nutzen dürfen, sich über die anderen zu stellen. Ein Dilemma. Es bleibt die Einsicht in die Notwendigkeit, sich aus Selbst- und Nächstenliebe friedlich und beharrlich für die eigenen (und im Grunde für alle wünschenswerte, höhere) Ziele einzusetzen, als Handlungs- und Seinsvorbild zu dienen. Da jüngere Seelen jedoch unbewusst auch immer nach Grenzen und Orientierung rufen, die sie nicht in sich selbst finden, und da es sehr zerstörerisch werden kann, wann man sie freidrehen lässt, ist es Aufgabe der fortgeschritteneren Seelen, diese Grenzen zu setzen und ggf. auch (kurzzeitig) die Führung zu übernehmen, um größeres Unheil abzuwenden.

Was das Selbstverständnis der älteren Seelen betrifft, so wissen sie ganz genau, dass man einen anderen Menschen immer mit den Augen der Angst betrachtet, wenn man ihn geringer schätzt als sich selbst. Doch Angst macht blind und verschließt sich. Aggressive, abwertende, von Angst geleitete Angriffe (die vom Aggressor als Selbstverteidigung erlebt werden) eines unbewussteren Menschen kann man nur konstruktiv beantworten, indem man so spricht und handelt, dass sich dessen Angst verringert. Das bedeutet nicht, dass man dem anderen erlaubt, einen einzuschüchtern. Man reagiert lediglich nicht auf seine angsterfüllten Äußerungen, sondern man reagiert auf das, was hinter den Worten und Handlungen steckt. Dies ist immer ein Schrei nach Angenommen-, Ernstgenommen- und Geliebtwerden. Sich selbstachtend und liebevoll für sich selbst einzustehen und diese Liebe angesichts der Angst eines anderen auf diesen auszudehnen, ist eine sehr hohe spirituell-menschliche Lektion, die in unserer Zeit ausgesprochen gut gelernt werden kann. Von diesem Bewusstseinssprung werden alle Beteiligten profitieren.